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Mai 2009

Die Absenkung des Spielfelds

In einem ersten Schritt wird das Spielfeld um 1,30 Meter abgesenkt, um Platz für weitere Ränge auf der Haupt- sowie EnBW-Tribüne zu schaffen.

 
Am 18. Mai 2009 startete mit dem offiziellen Baggerbiss durch Stuttgarts Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster und VfB-Präsident Erwin Staudt der Umbau der Mercedes-Benz Arena in eine multifunktionale Fußballarena. Und schon in der ersten Bauphase ist nicht nur viel Erde bewegt worden. Allein im Stadioninnenraum wurden hiervon rund 22.000 Kubikmeter ausgehoben und abtransportiert.

Das entspricht rund 2.200 Lastwagen, die am Stück aufgereiht eine Länge von rund 24 Kilometern ergeben. Zudem mussten 6.500 Quadratmeter Asphaltflächen abgebrochen und entsorgt werden.

Das 1,30 Meter tiefer gelegte Spielfeld war rechtzeitig bereit für den Bundesligaauftakt in der Mercedes-Benz Arena am 15. August 2009 mit dem Heimspiel gegen den SC Freiburg.
8.300 Quadratmeter Rasen wurden verlegt und für den schichtweisen Aufbau 2.500 Kubikmeter Sand und 2.200 Kubikmeter Kies eingebracht.

Die Absenkung des Spielfelds und der Abbruch der Untertürkheimer Kurve im Zeitraffer

Damit das Spielfeld ausreichend bewässert werden kann, wurden 500 Meter Leitungen verlegt und 17 Regner installiert. Umfangreicher ist das Leitungssystem für die Rasenheizung. So liegen unter dem neuen Fußballteppich rund 27 Kilometer Heizleitungen, die im Winter für eine gute Bespielbarkeit sorgen werden. Gefüllt wird die Rasenheizung mit einem ökologisch abbaubaren Glykol. Dadurch wird eine 80-prozentige Reduktion der Energiekosten im Vergleich zur bisher mit Wasser gefüllten Heizung erreicht.

So stellt sich der Aufbau der Spielfeldebene dar:  

  • Rollrasen
  • ca. 12 cm Rasentragschicht
  • ca. 15 cm Sandschicht
  • Rasenheizung
  • ca. 15 cm Sandschicht
  • ca. 25 cm Kiesschicht
  • Abdichtungsfolie
  • Schutzflies

Parallel zu den Arbeiten am Spielfeld wurden die Haupt- und die EnBW-Tribüne erweitert.
An der Haupttribüne erfolgte zunächst die Demontage des Spielertunnels, der Rückbau des Sicherheitsgrabens und der direkt daran anschließenden drei Reihen. Insgesamt wurden an der westlichen Tribüne fünf neue Sitzreihen hinzugefügt.

Die Kapazität der Haupttribüne erhöht sich in der Endausbaustufe um rund 1.360 Plätze. Entlang der EnBW-Tribüne entstanden sechs neue Reihen und nach Überbauung der Durchfahrten stehen zirka 1.560 zusätzliche Sitzplätze zur Verfügung. Insgesamt ergibt das für die Haupt- und EnBW-Tribüne ein Plus von etwa 2.920 Plätzen.