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Juli/August 2011

In schwindelnden Höhen

Parallel zu den weiteren Bauarbeiten wurde die Dachkonstruktion der Mercedes-Benz Arena erweitert.

 
In der Sommerpause, zwischen dem letzten Heimspiel des VfB und dem Auftakt der neuen Spielzeit, bekommt das Dach der Mercedes-Benz Arena eine Erweiterung. Nach dem Wegfall der Laufbahn und dem Heranrücken aller Tribünen an das Spielfeld ist das innere Loch der Membrandach-Konstruktion zu groß geworden, um alle Besucher vor den Wetterbedingungen zu schützen. Auf den Illustrationen und Plänen sehen die einzelnen Umbaumaßnahmen oftmals so einfach aus. Die technische und bauliche Umsetzung ist dann aber schon eine andere Dimension – das gilt vor allem für die Dacherweiterung.

Bereits im Herbst 2010 begannen die ersten Vorarbeiten für den neuen inneren Dachring. Um die zusätzliche Last des Daches zu tragen, war es erforderlich, die vorhandene Dachkonstruktion mit zusammen 160 Tonnen schweren Stahlplatten zu verstärken. Zudem wurden für den neuen inneren Dachring seit Mai 2011 40 zusätzliche Luftstützen und anschließend die Membranbögen montiert.

5.750 Quadratmeter zusätzliche Dachfläche

Nach den Plänen von Schlaich, Bergermann und Partner wurde vom Team der Firma Eiffel das 374 Meter lange Ringseil nach oben gezogen und anschließend die weiße PES-PVC Membrane auf einer Fläche von insgesamt 5.750 Quadratmetern ausgelegt und installiert. Der innere Dachring hat im Bereich der Haupt- und Gegentribüne eine Dachtiefe von zirka 6,5 Metern und in den beiden Kurven von rund 15 Metern.

Parallel zur Dacherweiterung wurde auch die Flutlichtanlage an die Anforderungen eines Fußballstadions angepasst. Dabei wurden 40 Strahler, die vorwiegend auf die leichtathletische Anlagen ausgereichtet waren, demontiert. Auf dem Dach entstanden vier neue Bühnen für die Flutlichter, die mit den weiteren Beleuchtungskörpern im Bereich des Techniksteges dafür sorgen, dass bei Abend- und Nachtspielen optimale Bedingungen herrschen. Für die Fußballer auf dem Spielfeld, die Zuschauer auf den Rängen und natürlich auch für die Medien.